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DER ORT

Im Rhythmus der Geschichte

Querceto schenkt Ihnen von Anfang an zwei intensive Erfahrungen: eine Reise in die Geschichte und die Begegnung mit der Natur.

Wenn Sie die den wunderschönen Weg zum Ort hinauf nehmen, dessen Silhouette sich vor dem weiten blauen Himmel abhebt, breitet sich vor Ihren Augen ein endloses grünes Hügelmeer aus.  ​

​Kaum betreten Sie Querceto – zu Fuß, wie seit jeher – findet eine Verwandlung statt, die alle Sinne erfasst: Die Zeit verändert ihren Lauf, alle Düfte werden intensiver und die Gedanken fliegen frei, während die Stimmen der Menschen zwischen der Locanda, die immer geöffnet ist, und dem Lieferwagen erklingen, der einmal in der Woche den Bewohnern Waren bringt... Hier kündet jeder Atemzug von einem Ort, an dem die Zeit niemals stehenbleibt.

Querceto ist so lebendig wie kaum ein anderer Ort; der Begriff „leben“ hat hier eine besonders intensive, tiefe Bedeutung, zu der intakte Traditionen, Natur und ein gemächlicher, ländlicher Rhythmus gehören. Und am Abend schauen alle Kreaturen, die hier harmonisch zusammenleben, zu, wie die Sonne, die den Ort am Tag erstrahlen lässt, hinter dem Horizont versinkt.

CASTELLO GINORI DI QUERCETO

Im Rhythmus der Geschichte

Castello Ginori de Querceto ist ein altes, an den Klippen des Monte Aneo und inmitten des gleichnamigen riesigen Gutshofs  gelegenes, volterianisches Wehrdorf .

Der Ursprung des Dorfes geht auf das Jahr 1000 n.C. zurück als es noch zum Bistum Massa Marittima gehörte. Am Ende des 12 Jhdt. trat  der Bischof von Massa das Dorf an den Abt von San Pietro in Pallazuolo de Monteverdi ab. Nach und nach wurden im Jahr 1208 einige Schlösser des Cecina Tals (Canneto, Micciano, Libbiano, Serrazzano e Monterufoli), darunter auch Querceto, an die Gemeinde Volterra abgetreten.

 

Zu dieser Zeit erlangte Querceto einen bemerkenswerten Stellenwert. Einerseits aus militärischen Gründen, andrerseits aufgrund seiner reichen Bodenschätze denn verschiedene Mineralien wie Silber, Kupfer und Quecksilber aber auch das Vitriol waren auf den internationalen Märkten des Mittelalters äußerst gefragte Waren.

Zwei Jahrhunderte später wurden bewaffnete Kämpfe und Aufstände aufgezeichnet. 1430 wurde das Schloß von  den Truppen von Giangaleazzo Visconti, Graf von Milan, besetzt und verwüstet.

Im Jahre 1447, wurde Querceto von den Truppen des neapolitanischen Königs Alfonso von Aragona, der zu dieser Zeit gegen Florenz Krieg führte, erobert.

 

Das XVI Jahrhundert wurde von der florentinischen Herrschaft geprägt; nach der Eroberung von Volterra durch die Florentiner, schwuren die Einwohner Quercetos der Herrschaft von Florenz die Treue. Im Jahre 1543, ließ sich die adlige Familie Lisci de Volterra in Querceto nieder.

 

1786 heiratete die letzte Nachkomme der Lisci, Francesca, den Marquis Lorenzo Ginori. Mit den Ginori endete für Querceto eine dunkle Epoche, welche von Hungersnöten, Miseren und der schlechten Regierung der Nachfahren der Medici-Dynastie bestimmt war.

 

1814 erbte Carlo Leopoldo von seiner Mutter Francesca das Gut von Querceto;  ab nun blieben Land und Schloß im Besitz der Familie Ginori. Sie wendeten zahlreiche Neuerungen in Anbausystem an, die den Ertrag der Böden steigerten, und verpflichteten sich besonders die Viehzucht zu fördern und die Rassen zu verbessern. 1834 ließen sie in der Stadt Tegolaia – heute Ponteginori –eine Brücke über den Fluß Cecina bauen, die Tenuta de Querceto mit der Strasse des Cecina-Tals verband.

 

Im XX Jahrhundert waren es Lorenzo und sein Sohn Leonardo, die den zusätzlichen Antrieb für die landwirtschaftliche Entwicklung gaben, indem sie aus dem Gutshof von Querceto ein renommiertes Beispiel für einen landwirtschaftlichen Betrieb machten. Während der letzten Jahre, wurde das Dorf schrittweise wieder instandgesetzt, wobei man  versuchte die originäre Struktur so weit wie möglich zu erhalten. Dabei, wurden auch einige einfache Apartments im typisch toskanischen gebaut, welche als Ferienwohnungen zu mieten sind.

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