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Biomasse Anlage: erneuerbare Energie

 

Die Biogas-Anlage ist seit Mai 2010 in Betrieb und liegt im Flachland, nicht weit vom Fluss, umgeben von 280 Hektar Ackerland. Sie besteht aus drei zylindrischen Zement-Fermentern, die jeweils von einem grünen Dach überragt werden, unter der das Biogas gesammelt wird. Die Anlage wird von einem computer­gesteu­erten System gesteuert, das sowohl den Eintrag organischer Stoffe als auch die endgültige Emission des entstehenden Biogases regelt. Dieses Biogas, treibt einen Motor mit Stromerzeuger an. Es werden jährlich mehr als 5,6 Millionen KW erneuerbare Energie erzeugt.

Mais, Hirse und Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen), die auf den Feldern rund um die Anlage geerntet werden, sowie die Abfallprodukte der Weinberge (Stängel, Trester usw.) werden nach dem Hacken in kleinen Stücken in speziellen Silos gelagert, die mit Blättern bedeckt werden Täglich werden diese Produkte prozentual genau in das erste der drei Silos, den Primär-Fermenter der Anlage, eingelagert. Hier werden mit Sauerstoff Entzug in und bei einer konstanten Temperatur von 42°C die anaeroben Methanbakterien aktiviert. Diese verdauen die eingespritzte Biomasse und als Produkt ihres Stoffwechsels wird Biomethan erzeugt.

Nachdem diese erste Phase erschöpft ist, wird die Substanz in die zweiten Silos (Nachgärung) geleitet, wo der Gärungsprozess mit speziellen, methanbildenden Bakterien erneut aufgenommen wird. Das dabei entstehende Methangas wird zunächst mit Schwefel gereinigt und unmittelbar danach in den Motor eingespeist, der den Stromerzeuger antreibt. Auch die durch die Motorkühlung erzeugte Wärme wird genutzt, um die richtige Temperatur in den Fermentern aufrechtzuerhalten.

Im dritten Silo schließlich wird der Rest des Gärungs-Materials gesammelt. Dieser organischer Dünger wird für alle Kulturen des Betriebs, einschließlich der Reben, verwendet.

Die erzeugte Energie wird zum einem Teil vom Weingut und dem Dorf Castello Ginori di Querceto genutzt. Alles andere geht in das nationale Stromnetz ein und versorgt 1281 Familien mit Strom.

„Die Erde muss leben und dieses Leben muss in das Wirtschaftssystem eingefügt werden. Ein System, das Energie heute als einen der kostbarsten Rohstoffe betrachtet. Bisher war das Gold des Landes in der Toskana immer der Wein, der vor allem an der Küste zu hervorragenden Ergebnissen führt… heute wollten wir einen Schritt weiter gehen und die traditionelle Landwirtschaft, den Wein und nun auch die Energie miteinander verbinden. Unser Ziel ist es, ein zeitgemäßes und proaktives landwirtschaftliches Unternehmen zu sein. Wir wollen den Qualitätsgedanken als Selbstzweck überwinden und beweisen, dass ein neues Gleichgewicht möglich ist, ohne Wachstum zu opfern…“

Luigi Malenchini, AD Marchesi Ginori Ginori Lisci Srl


 

 

 

  

  

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